Part of the Game 2022

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  • Create Date April 6, 2022
  • Last Updated April 12, 2022

Part of the Game 2022

In der Reihe Part of the Game präsentiert die Kunsthalle Graz aktuelle Arbeiten jüngerer, mit der Steiermark verbundenen Künstlerinnen und Künstler. Im Wechselspiel jeweiliger Ausstellungsdauer von drei Wochen werden, immer zur Halbzeit des/der einen, Wandarbeiten von Raumarbeiten abgelöst.
Beginnend mit Naturbeobachtungen von Marianne Lang (ab 13. April), befällt ein Wanderobjekt von Stefan Lozar als „Parasit“ den Raum (ab 27. April). Wolfgang Grinschgl zieht am 11. Mai mit Ölmalerei und Fragen um Individualität ein und schließlich folgt (ab 25. Mai) Anneliese Schrenk mit Plastiken, die von Menschen, Tieren und beider Umgebung handeln.

 

Marianne Lang, 13. April – 6. Mai

Stefon Lozar, 27. April – 20. Mai

Wolfgang Grinschgl, 11.Mai – 3. Juni

Anneliese Schrenk, 25. Mai – 15. Juni

 

Erste Spielerin: Marianne Lang

Eröffnung/Opening am MI, 13.04.2022, 18:00 – 21:00 Uhr

Dauer bis FR, 06.05.2022
Öffnungszeiten: DI – FR, 16:00 – 20:00 Uhr

Die Natur ist etwas Schönes, sie ist etwas, das wir Menschen brauchen, sie ist etwas derer wir uns bedienen, auch wenn sie uns schnell gefährlich werden kann, sobald wir ihre Gewalt unterschätzen. In erster Linie ist Natur etwas Anderes, etwas Fremdes, etwas das uns gegenübersteht – so der gesellschaftliche Tenor einer sogenannten zivilisierten Welt – etwas das ein Gegenüber zu Kunst, Wissenschaft und Kultur bildet. Selbstverständlich befassen sich letztere drei Bereiche stark mit ihr, erforschen sie, deuten sie,  itieren sie. Gleichzeitig kommt es aber zu einer Abgrenzung, zu einer unüberbrückbaren Distanz, zum Unvermögen zu Verstehen. Letztendlich ist der Wunsch in allem Natürlichen eine Ordnung und somit hoffentlich auch ein Sinn zu erkennen nicht nur ein naiver, sondern auch eine zutiefst menschlicher.

Die großformatige Serie Abgründe (2019/22) befasst sich mit Beobachtungen aus der Natur. Hierbei geht es buchstäblich um das Ende der Welt – zuletzt gesehen am Wegesrand. Unauffällige Bruchkanten und erodierende Erdspalten tun sich auf, während alles andere darum in Form von weißen Flächen ausgeblendet wird.

Eine undurchdringliche, undechiffrierbare Mischung aus Alphabet und Periodensystem bildet die Arbeit Elementares unbestimmter Ordnung (2020). Eine akribische Ansammlung von scheinbar chaotisch zusammengewürfelten Holzstückchen suggeriert hierbei einen Leitfaden wie man die letzten Mysterien der Wildnis lesen und übersetzen könnte.

Die Serie Back to the Roots  (2020/22) greift ein allzu vertrautes Resultat kindlicher Naturerforschung auf. Mehr oder weniger große Hütten und Behausungen aus Ästen und Laub werden improvisiert und spielerisch zusammengestellt und erzeugen Projektionsflächen für persönliche Beobachtungen.

Alle gezeigten Exponate sprechen auf ihre Weise von einem zwiespältigen Verhältnis zu einer Natur, in der wir gleichermaßen haltlos verloren, wie auch zu Hause sind.

 

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