JUST THE TWO OF US

Die Kunsthalle Graz eröffnet

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Klaus Pichler
Just the Two of Us

Do, 12. Juni 2014, 18.00 Uhr
Eröffnungsrede: Kulturstadträtin Lisa Rücker
bis 02.07.2014

Fr. 13. Juni 2014, 14.00 Uhr
Buchpräsentation: Just the Two of Us | Klaus Pichler

Wie frühere – Dust, Skeletons in the Closet, Idylls oder die vor kurzem in der Grazer Rathausgalerie gezeigte "One Third" – ist die hier erstmals präsentierte Serie Just the Two of Us ein Langzeitprojekt. Zwei Jahre lang war der 1977 in Judenburg geborene und in Wien lebende Klaus Pichler auf der Suche nach Menschen, die mit verschiedensten Formen von Verkleidungen umgehen, die in Faschingsgilden engagiert, Mitglieder in Krampus- und Perchtenvereinen sind, oder Live-Rollenspiele betreiben wie die LARP(Live Action Role Playing)- oder die Star-Wars-Community.

Etliche ProtagonistInnen erklärten sich einverstanden, verkleidet, in ihren Wohnungen und in maßvoller Inszenierung, fotografiert zu werden. Die Serie Just the Two of Us gibt somit Einblicke in skurril anmutende Szenarien von (Teil-)Gesellschaften, die im Rahmen ihrer Faibles das Spiel mit dem selbst gewählten Alter Ego pflegen. Im privaten Umfeld zwar, bleiben die Personen hinter ihren Ganzkörperkostümen dennoch anonym.

“Egal aus welchem Antrieb heraus sich jemand eine Verkleidung zulegt, ob als Brauchtumspflege, aus Fantum, ob als Requisite für ein Spiel oder als völlige Neuerschaffung der eigenen Identität, ein Grundprinzip bleibt: die ‘Zivilperson’ tritt hinter die Maske zurück und wird zu jemand anderem”, beschreibt Klaus Pichler seine Arbeiten.

"Diesen temporäre Ausstieg aus dem zivilen Leben verschiedenartigst Kostümierter bringt der Künstler und Fotograf aus Wien zum Ausdruck, indem er sie genau mit jener Realität konfrontiert. Für sein Projekt “Just the two of us” besuchte er sie in den eigenen vier Wänden, quasi dem Spiegel des Menschen unter der Maskierung. Es wirkt absurd und entrückt, wenn dort ein Monster am Tisch sitzt und Kaffee trinkt, doch nirgendwo sonst ist die Verbindung zwischen dem Alter Ego und dem Menschen so greifbar wie im eigenen Zuhause." (I-REF, Magazine for Contemporary Art).